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Die Brezeltante

Im April 2014 wurde die Bronze der Brezeltante vor dem Lenzener Rathaus enthüllt. zuklappen

Herr und Frau Lucht aus Lenzen haben die Bronze der Stadt gestiftet. Sinnfällig dabei war, dass die nun eherne Erinnerung an die historische Stifterin Anna Grieben wieder von Privathand der Stadt überreicht wurde.
Die Brezeltante:
Die 1612 im Alter von 57 Jahren gestorbene Bürgerin Anna Grieben, geb. Götze, ist als Stifterin der „Brezelsalve“ in die Geschichte der Stadt eingegangen.
Es erzählt die Legende, dass dieser begüterten Dame einmal ein Kind gestorben war, und sie durch diesen Schicksalsschlag die Erfahrung von der »Liebe Gottes« gemacht hatte.
Die tief gläubige Christin beschloss, dass fortan ein jegliches Kind in der Stadt von dieser Liebe erfahren sollte – in Form von Brezeln auf einem Fest.
Alljährlich wurde daraufhin am Freitag vor Palmarum in der Kirche das Gebäck ausgegeben: Jedes Kind erhielt drei Brezeln und zwei Bogen Papier, jeder Lehrer jeweils zwölf Brezeln und zwölf Bogen Papier und jeder der beiden Geistlichen sogar das Doppelte. Hinzu kamen noch Brezelspenden von Taufpaten, Angehörigen und Nachbarn, denen es eine Freude war, die Kinder zu beschenken – übrigens als Belohnung für gutes Betragen!
Mit einer Stiftung sorgte Anna Grieben für die Fortsetzung dieser besonderen Tradition auch nach ihrem Tod. Sein Ende fand dieser gute Brauch schließlich beim Ausbruch des
1. Weltkrieges. (Kerstin Beck)