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Landschaften

Weite Feldhorizonte, unterbrochen von Baumgruppen, ausgedehntes Wiesenland, Flüsse und Bäche mit Kopfweiden an den Ufern, stille Kiefernwälder – das sind signifikante Impressionen der Prignitzer Landschaft. zuklappen

In diesem Altmoränengebiet ist der Boden karg, und nur mit Mühe rangen ihm die Menschen in jahrhuntertelanger Arbeit Ernten ab. Obwohl zum Urbestand Brandenburgs gehörig, blieb die Prignitz randgelagerte Grenzregion. Die großen Geschichtsereignisse gingen an ihr vorüber.

Noch heute entdeckt man abseits der kleinen, weit auseinander liegenden Ortschaften einsame Wege. Im Herbst senkt sich eine Stille auf das Land, die unsere Besinnung auf vergangene Jahrhunderte herausfordert. Mit etwas Phantasie meint man den Hufschlag mittelalterlicher Reitergruppen wahrzunehmen, die mit buntem Landsknechtvolk die Gegend durchstreifen.

Die Schlichtheit der Landschaft macht den herben Charme der Prignitz aus. Reiseattraktionen fehlen, aber gerade deshalb lebt und atmet die Natur Ursprünglichkeit. Bernd Streiter ließ sich von den Herbstgedichten eines Prignitzer Autors inspirieren, deren Einleitungstext lautet: am morgen/ist der see plötzlich tiefer/der grund verschwiegen/voll rostender waffen/bald tropft von den ufern/still der holunder.